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Kino Piast – Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit

Kino Piast – Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit

Im Herzen von Słubice steht es still vor sich hin: Das Kino Piast. Ganz unscheinbar durch seinen mit Graffiti besprühten, verbarrikadierten Eingang und die Fenster. Dass dieses Gebäude eine architektonische Rarität ist, würde heute keiner mehr glauben. Und doch wurde das 1924 fertiggestellte Gebäude im Art Déco Stil errichtet – einer von 1915 bis 1939 häufig verwendeten Kunstform in der Malerei und Innen- sowie Außenarchitektur. Der Name stammt aus dem Französischen: „l‘art“ – die Kunst und „décoratif“ – schmückend. Und diese Wörter passen sehr gut auf die wunderschöne Fassade des Gebäudes, deren damalige Pracht man heute leider nur noch erahnen kann.

Kino Piast – Erinnerungen an eine längst vergangene Zeit
Carlos und Elisabeth, Quelle: imdb.com

Bekannt wurde das Kino Piast unter dem Namen „Filmpalast Friedrichstrasse“. Der erste Film wurde Anfang 1925 gezeigt. Es war ein deutscher Stummfilm mit dem Titel „Carlos und Elisabeth“.

Der Filmpalast hatte eine wechselhafte Geschichte: Seine Nutzung als Kino bestand bis 1930. Danach wurde es in einen Tanzsaal umgebaut und bekam den Namen „Elyseum“, doch bereits nach sieben Jahren wurde es wieder zu einem Kino umfunktioniert.

Im 2. Weltkrieg diente es den Einwohnern in ihrer Not anderweitig bis es im Jahr 2005 – wieder als genutztes Kino – endgültig geschlossen und sich selbst überlassen wurde. 

Vor ein paar Jahren bildete sich die Initiative „Rettet das Kino Piast“, welche von den Studenten der Universität Viadrina geleitet wurde. Ihr vorrangiges Ziel war die Erhaltung dieses historischen Gebäudes – immerhin handelt es sich hierbei um eine selten angetroffene architektonische Sehenswürdigkeit in der Grenzgegend.

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Der Protest hat sich gelohnt und die Fassade des Kinos wurde restauriert. Aber das war es leider auch schon. Heute steht das Gebäude zum Verkauf und hofft darauf nicht von seinem nächsten Besitzer abgerissen zu werden.

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