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Das Krantor in Gdańsk (Danzig) – der größte Kran dieser Art in Europa

Das Krantor in Gdańsk (Danzig) – der größte Kran dieser Art in Europa

Vor langer Zeit sind Schiffe mithilfe von speziellen Konstruktionen, die wie Kräne funktionierten, beladen worden. Eine dieser Konstruktionen war das Krantor in Gdańsk (Danzig). Und es war nicht nur irgendein Kran. Er ist heute der größte und älteste erhaltene Hafenkran in Europa.

Ein Riese zum Beladen von Schiffen

Es ist nicht nur der größte und älteste Hafenkran, welcher aus der Zeit des mittelalterlichen Europas erhalten wurde, sondern auch einer der bekanntesten Orte in Gdańsk. Der Kran kann an der Motława (Mottlau) bewundert werden. Er wurde in den Jahren 1442-1444 gebaut und zum Beladen von Schiffen genutzt. Die Holzstruktur ist nicht original, sondern wurde nach dem Krieg wieder aufgebaut. Derzeit ist es eine der Sehenswürdigkeiten des Nationalen Meeresmuseums in Danzig (Narodowe Muzeum Morskie w Gdańsku).

Erst das Tor, dann der Kran

Am Anfang gab es nur ein Tor. Mit ihm wurden Leute in die Stadt gelassen. Es wurde schon 1363 gebaut, jedoch gibt es in den Quellen keine Informationen darüber, wie es aussah. Auch ist bekannt, dass dort 1367 bereits ein Kran (caranum) tätig war. Es war also bereits ein Tor mit einem Kran, wo sie Schiffe anlegten, um Güter aufzuladen.

Ein ähnlicher Kran zu dem, den wir heute sehen, wurde zwischen 1442-1444 gebaut. Zuerst baute man zwei große Türme aus Ziegelsteinen und anschließend den Mechanismus, welcher den Kran bediente. Bei diesem Mechanismus handelte es sich um riesige Räder, die mit menschlicher Muskelkraft angetrieben werden mussten (die so genannten “Laufräder”, in denen die Arbeiter so ähnlich wie Hamster in einem Hamsterrad liefen).

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Bis zum 17. Jahrhundert wurden die Türme auch für militärische Zwecke verwendet. Als sie dann nicht mehr gebraucht wurden, zogen Handwerker in die Türme ein. Anschließend wurden Fenster zu ihren bescheidenen Räumen gebaut.
Der Kran wurde nicht nur zum Beladen von Schiffen eingesetzt, sondern konnte auch als Unterstützung beim Aufstellen von Masten verwendet werden. Die Kraft des Krans war beeindruckend. Er konnte ein zwei Tonnen schweres Gewicht auf eine Höhe von bis zu 27 Metern oder ein vier Tonnen schweres Gewicht auf eine Höhe von bis zu 11 Metern heben. Der Kran hat jahrhundertelang seine Ladefunktion erfüllt, aber nicht nur das, er hat auch das Ufer der Motława (Mottlau) geschmückt, weil er einfach eine so schöne Sehenswürdigkeit ist.

Leider setzten die Soldaten der Roten Armee den Kran 1945 in Brand. Die gesamte Holzstruktur ist zerstört worden. Nur die Ziegeltürme hielten stand, was den Wiederaufbau des Krans nach dem Krieg erleichterte. Heute ist es eines der berühmtesten Denkmäler von Gdańsk (Danzig) und auch seine Visitenkarte.

Das Krantor in Gdańsk (Danzig) – Standort und Preise

Das Krantor befindet sich auf der ul. Szeroka (breite Straße) 67/68 in Gdańsk (Danzig). Es bietet sich an, während man einen Spaziergang durch den ältesten Teil der Stadt macht, zu Fuß dort hinzugehen. Man kann auch mit einem Wassertaxi, welches auf der Motława (Mottlau) kursiert, dorthin kommen.

Sie können den Hafenkran mittwochs kostenlos besichtigen. An anderen Tagen gelten die folgenden Preise: 8 PLN normal, 5 PLN ermäßigt. Wir haben das ausprobiert und können es nur weiterempfehlen, denn in dem kleinen Museum finden Sie viele interessante Gegenstände und erfahren vieles über die Geschichte.

Wichtiger Tipp: die Tickets sind 200m weiter an der Kasse im Nationalen Meeresmuseums in Danzig zu holen!


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Kommentare (1)

  1. Pingback: Mühle in Gdańsk wird Bernsteinmuseum / Danzig, Polen

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