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Wirtschaftsstruktur

Polens Wirtschaft hat seit 1990 eine eindrucksvolle Entwicklung durchlaufen. Die heutige Wirtschaftsstruktur reflektiert diesen tief greifenden Wandel und nähert sich bereits den alten EU-15-Mitgliedsstaaten an. Die Bruttowertschöpfung erfolgt inzwischen zu mehr als 50% im Dienstleistungssektor und nur noch zu 24% in der Industrie, Weitere 7% entstehen in der Bauwirtschaft und 3% in der Landwirtschaft. Mehr als 60% der Wertschöpfung entfallen auf den Privatsektor, der fast 70% der Arbeitskräfte beschäftigt.

Die polnische Wirtschaft erlebte 2006 einen weiteren Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 5,2% und auch für 2007 wird mit einem Wachstum von rund 5% gerechnet. Den Zuwachs bestimmt neben dem Export vor allem die wachsende Inlandsnachfrage bei Investitionen und Konsum.

Polen gehörte im Jahr 2006 mit einer jahresdurchschnittlichen Inflationsrate von rund 1,5% zu den preisstabilsten Ländern der EU. Für 2007 wird ein langsamer Anstieg auf rund 2% erwartet.

Neben der Reform der öffentlichen Haushalte ist die Arbeitslosigkeit eines der schwierigsten wirtschaftspolitischen Probleme. Zwar ging sie zuletzt aufgrund des erfreulichen Wirtschaftswachstums im Jahr 2006 signifikant zurück, von 18,0% im Januar 2006 auf 14,9% im Oktober 2006. Gleichwohl ist Polen noch immer das EU-Land mit der höchsten Arbeitslosenquote.

Wichtige polnische Wirtschaftszweige mit langer Tradition sind die Lebensmittelindustrie, die Energieversorgung, der Bergbau und die Hüttenindustrie, gefolgt von Maschinenbau, Elektrotechnik/Elektronik, Fahrzeugbau sowie der Textil- und Bekleidungsindustrie. In den letzten Jahren entwickelten sich aber auch die Computerindustrie (Hard- und Software) und der Dienstleistungssektor.

Als Markt von 38 Mio. Konsumenten und aufgrund seiner günstigen geographischen Lage in Mittel-Osteuropa ist Polen seit Mitte der 90er Jahre Anziehungspunkt für ausländische Investoren, die hier günstige Bedingungen für ein wirtschaftliches Engagement finden. Wenn der geplante Ausbau des Autobahn- und Fernstraßennetzes weiter vorankommt, wird Polen als Investitionsstandort noch mehr an Attraktivität gewinnen.

Der polnische Außenhandel entwickelte sich auch 2006 bisher sehr dynamisch, der negative Außenhandelssaldo hat sich weiter verringert. Haupthandelspartner sind die EU-Mitgliedsstaaten, unter denen Deutschland an erster Stelle steht.

Polen gehörte zu jenen Staaten von Ost- und Mitteleuropa, die als erste den Transformationsprozess von einer staatlichen Planwirtschaft zu einem am Markt orientierten liberalen Wirtschaftssystem vorantrieben. Die polnische Wirtschaft hat sich heute stabilisiert und kann auf stetige Wachstumsraten verweisen, die über dem EU-Durchschnitt liegen.

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