Radius: Aus
Radius:
km Set radius for geolocation
Suche

13 Weltkulturstätten der UNESCO

Die Altstadt von Krakau
Das Salzbergwerk Wieliczka
Auschwitz-Birkenau
Białowieża – Nationalpark
Die Altstadt von Warschau
Die Altstadt von Zamość
Altstadt von Torun (Thorn)
Deutschordensschloss Malbork (Marienburg)
Kalwaria Zebrzydowska
Friedenskirchen in Jawor (Jauer) und Świdnica (Schweidnitz)
Holzkirchen
Park Muzakowski (Muskauer Park)
Jahrhunderthalle in Breslau

Die Altstadt von Krakau

1978 – Die Altstadt von Krakau

Ist das historische Zentrum der früheren polnischen Hauptstadt, dass zu Füßen des königlichen Wawelschlosses liegt. Die im 13. Jahrhundert entstandene Altstadt, befindet sich Europas größter Marktplatz und des weiteren eine große Zahl historischer Gebäude, Paläste und Kirchen. Aus welcher Richtung man auch immer die Altstadt von Krakau betritt, zum Marktplatz ist es nicht weit. Im Altertum wanderte jeder Einwohner mindestens fünfmal am Tag über den Marktplatz von Krakau. Und wo immer man sich dort befand, überall erreichten ihn die vier Uhren und die Trompetenstöße des Türmers der Marienkirche. Durch die tausend jährige Geschichte wurde Krakau mehrmals verwüstet und zertrümmert. Jede Zerstörung der Stadt oder einzelner Teile war eine Gelegenheit architektonische Änderungen einzuführen. So stehen heute gotische Gebäude neben Barock- und Renaissancebauwerken. Auch wenn die Stadt am Fuße des Wawel – Berges sich seitdem verändert hat, das Herz des alten und neuen Krakaus schlägt immer noch hier. Sie teilten die Stadt in ein Schachbrett von quadratischen Häuserblocks, die eine ringförmige Wallanlage umgab. An ihrer Stelle trennt heute eine ringförmige Parkanlage die Altstadt von den anderen Stadtvierteln.

Die wahre Bedeutung Krakaus liegt darin, dass in der Stadt an der Weichsel die Wurzeln der polnischen Nationalidentität liegen. In der Geschichte des polnischen Staates war Krakau stiller Zeuge seines Anfangs, seiner Untergänge und seiner Höhepunkte.

Altstadt von Krakau
Marktplatz von Krakau
Eine Vielzahl an Bauwerken der Gotik, der Renaissance, des Barock und späterer Epochen prägt das Bild der alten Stadt, die bis 1596 Hauptstadt von Polen war.
Noch heute wird die drittgrößte Stadt des Landes als heimliche Hauptstadt Polens bezeichnet. Seit dem Jahr 2002 werden viele Baulücken im Stadtgebiet durch angepasste Neubauten geschlossen.

Das Salzbergwerk Wieliczka

1978 – Das Salzbergwerk Wieliczka

Im südpolnischen Ort Wieliczka ist eines der ältesten und bekanntesten Salzbergwerke der Welt. Schon seit etwa 3500 vor Christus lässt sich die Salzsiederei in der Gegend nachweisen. Als sich Mitte des 13. Jahrhunderts die Salzquellen erschöpften, suchte man nach unterirdischer Salzsole. Dabei stieß man auf eine Steinsalzlagerstätte. Aus den Einnahmen des Salzhandels, der in seiner Blüte im 14. bis 16. Jahrhundert ein Drittel der gesamten Staatseinnahmen erwirtschaftete, wurden für die Kosten und Ausbau des Landes genutzt.

1913 wurde die noch immer in Betrieb befindliche Salzsiederei zur Produktion von Salzsole ausgebaut. Nach 1918 wurde das Bergwerk Staatsbesitz der Republik Polen, die sich 1932 das staatliche Monopol auf Salz vorbehielt. Seit 1993 ist die Salzförderung eingestellt und das Bergwerk dient ausschließlich dem Tourismus und als Sanatorium. Dennoch ist Wieliczka ein wichtiger polnischer Salzproduzent, jedoch ausschließlich von Sudsalz. Neben den Abbaustollen gibt es eine Touristenroute bis in die Tiefe von 130 Metern, einen Heilstollen für Atemwegserkrankungen, und einige der Säle können für Feste im Bergwerk gemietet werden.

Es ist eine phantastische Kunstwelt ganz aus Salz, die von Bergleuten in jahrhunderte langer Arbeit geschaffen wurde. Künstliche Seen und bizarr geformte Höhlen, Kapellen und Kathedralen, sowie lebensgroße Figuren sind in diesem „Atlantis aus Salz“ zu sehen. Hier wird der Mythen- und Legendenschatz der Bergleute ebenso wie die Geschichte des Bergwerks lebendig.

Ausstellung alter Arbeitsmittlel im Bergwerk
Künstlerische Darstellung der Geschichte im Salzbergwerk
Figuren im innern der Salzhöhlen

Erstmals wird Wieliczka als Magnum Sal (Großes Salz) in einer päpstlichen Urkunde um 1125 erwähnt. Die Stadt erhielt 1290 das fränkische Stadtrecht durch Herzog Przemysl von Krakau und Sandomir verliehen und war königliche Bergstadt. Nach 1945 erlebte Wieliczka auf Grund seiner Lage in der Umgebung Krakaus einen großen Bevölkerungszuwachs und es entstanden neue Stadtviertel. 1959 wurde die Stadt als für den Tourismus bedeutsam anerkannt und 1971 zum Kurort aufgewertet.
1978 erklärte die UNESCO das Salzbergwerk zu einem der zwölf schützenswertesten Weltkulturgütern.

Auschwitz-Birkenau

1979 – Auschwitz-Birkenau

Deutsches nationalsozialistisches Konzentrations- und Vernichtungslager, war das größte Vernichtungslager in der Zeit des Nationalsozialismus (1940-1945). Es wurde drei Kilometer entfernt vom Stammlager Auschwitz I gebaut und befand sich etwa 60 Kilometer westlich von Krakow (Krakau). In die Konzentrationslager Auschwitz wurden insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa deportiert. Wenn sie nicht direkt nach ihrer Ankunft in die Gaskammern geschickt oder erschossen wurden. Starben sie durch Krankheit, Unterernährung, schwerste Misshandlungen, medizinische Versuche oder spätere Vergasung.

Der Name „Auschwitz“ ist zum Symbol für den Holocaust an etwa sechs Millionen europäischen Juden, sowie weiteren Opfern wie Roma (Zigeuner), russischen und polnischen Zwangsarbeitern, Homosexuellen, Zeugen Jehovas und anderen zu Feinden des Nationalsozialismus erklärten Menschen geworden.

Die Überreste beider Hauptlager sind als Staatliches Museum, Gedenkstätte des Holocaust und jüdischer Friedhof öffentlich zugänglich.

Haupttor für die Einfahrt der Züge
Umstände der Gefängnis Baracken
Ankunft von Feinden des Nationalsozialismus

Das Konzentrationslager Auschwitz-Birkenau war das größte deutsche Vernichtungslager während der Zeit des Nationalsozialismus. Es wurde 1941 drei Kilometer entfernt vom Stammlager Auschwitz I gebaut und befand sich nahe der Stadt Auschwitz.
Der Name „Auschwitz“ ist zum Symbol für den gesamten Holocaust, den Völkermord an etwa sechs Millionen europäischen Juden sowie weiteren Opfern unter Roma und Sinti, russischen und polnischen Zwangsarbeitern, Homosexuellen, Zeugen Jehovas, politischen Gefangenen und anderen zu Feinden des Nationalsozialismus erklärten Menschen geworden.
In die Konzentrationslager Auschwitz wurden insgesamt mehr als 1,3 Millionen Menschen aus ganz Europa deportiert. Davon wurden hier geschätzte 1,1 Millionen Menschen ermordet, eine Million davon Juden. Etwa 900.000 der Deportierten wurden direkt nach ihrer Ankunft in den Gaskammern ermordet oder erschossen.

Haupttor für die Einfahrt der Züge

Umstände der Gefängnis Baracken

Ankunft von Feinden des Nationalsozialismus

Białowieża – Nationalpark

1979 – Białowieża – Nationalpark

Nationalpark Belovezhskaya Pushcha oder auch der polnische Białowieża – Nationalpark und der weißrussische Nationalpark Bialowiezer Urwald bilden gemeinsam ein europäisches Schutzgebiet der Bialowiezer Heide. Das zu einem Teil am ehesten einem Urwald gleichkommt, es gilt als letzter Tiefland-Urwald Europas und befindet sich im Grenzgebiet zwischen Polen und Weißrussland.

Das Biosphärenreservat der UNESCO ist auf polnischer Seite 200 km² groß, davon stehen 47,16 km² unter besonderem Schutz. Das Weltnaturerbe hat zusammen eine Fläche von 876,1 km².

Als erster Nationalpark Polens wurde der Nationalpark Białowieża 1923 gegründet. Im gleichnamigen Dorf Białowieża gibt es ein Lehr- und Informationszentrum mit einer multimedialen Ausstellung über Tiere und Pflanzen im Park. Denn in diesem Wald- und Heidegebiet mit einer ungeheuer vielfältigen Flora und Fauna. Darunter befinden sich seltene Vögel wie Auerhahn, Steinadler und Schwarzstorch oder Säugetiere wie Wolf, Luchs, Otter und mittlerweile wieder 300 Exemplare des europäischen Wisents. Das größte in Europa heimische Säugetier drohte auszusterben, die letzten Exemplare wurden 1952 hier ausgewildert.

Heute eine Art Maskottchen dieser Gegend.

Weltnaturerbe und Biosphärenreservat der UNESCO
Nationalpark Bialowiezer Urwald
europäisches Wisents im Nationalpark

Auf polnischer Seite 200 km² groß, auf weißrussischer Seite ist das Biosphärenreservat 1.771 km² groß. Das Kerngebiet ist 157 km² groß mit einer Pufferzone von 714 km² darum herum und einer Übergangszone von 900 km². Der Nationalpark und das Weltnaturerbe sind zusammen 876,1 km² groß.
Der Nationalpark breitet sich auf polnischer Seite auf einer Fläche von 105,17 km² aus. Davon stehen 47,16 km² unter besonderem Schutz. Dieses „Strenge Schutzgebiet“ darf durch Touristen nur mit Führern auf festen Routen betreten werden. Weitere Teile des Waldes sind Forschern u.Ä. mit Sondergenehmigung vorbehalten.
In diesem Wald- und Heidegebiet kommen bis heute die Wisente vor – eine Art Maskottchen der Gegend. Sie waren seit dem Februar 1921 wildlebend bereits ausgerottet, doch konnten dank der Nachzucht durch mehrere Zoos und zoologische Gärten, in denen es europaweit nur noch 56 Wisente gab, ab 1956 wieder Tiere im Wald von Białowieża ausgewildert werden.

Weltnaturerbe und Biosphärenreservat der UNESCO

Nationalpark Bialowiezer Urwald

europäisches Wisents im Nationalpark

Die Altstadt von Warschau

1980 – Die Altstadt von Warschau

Wurde während des Warschauer Aufstandes im August 1944, mehr als 85 Prozent der historischen Altstadt durch Nazi-Truppen zerstört. Eine militärisch sinnlose Maßnahme mit dem Ziel, den Polen ihre Identität zu nehmen. Nach dem Krieg wurde die Warschauer Altstadt komplett wieder aufgebaut, so originalgetreu wie möglich. In einem für Europa bislang unbekannten Umfang wurden die aus dem 13. Jahrhundert stammende Altstadt und die jüngere Neustadt zwischen den Jahren 1971 und 1984 rekonstruiert. Entstanden ist ein mittelalterliches Viertel, an dem man genau studieren kann, wie damals gebaut und gelebt wurde. Was nicht nur die Altstadt, sondern allgemein Warschau das Recht zum Weltkulturerbe gibt. Auch das Königsschloss, das bedeutendste Symbol des selbständigen polnischen Staates, erstand in neuem Glanz. Heute ist das historische Zentrum von Warschau die jüngste Altstadt Europas – doch man sieht es ihr nicht im Geringsten an.

Warschau ist eines der wichtigsten Verkehrs-, Wirtschafts- und Handelszentren Mittel- und Osteuropas und auch von großer politischer und kultureller Bedeutung. In der Stadt befinden sich zahlreiche Universitäten, Theater, Museen und Baudenkmäler.

Die Altstadt von Zamość

1992 – Die Altstadt von Zamość

Wurde im 16. Jahrhundert durch den Oberbefehlshaber der Krone Jan Zamoysky gegründet und gehört heute zu den am besten erhaltenen Renaissance-Städten Europas. Nach italienischem Vorbild einer “idealen Stadt” wurde Zamość von dem aus Padua stammenden Architekten Bernardo Morando entworfen und gilt heute als perfektes Beispiel einer Renaissancestadt der damaligen Zeit.

Sehenswert ist in der Altstadt, mit ihren farbenprächtigen und reichlich verzierten Bürgerhäusern und die von Bernardo Morando entworfene und im späten 16. Jahrhundert erbaute Kollegiatskirche, die zu Polens schönsten Kirchen aus der Zeit des Manierismus gehört. Im Zentrum des Marktplatzes findet sich am Ende einer geschwungenen Freitreppe das alte Rathaus mit seinem 52 m hohen achteckigen Uhrenturm.

Im Zweiten Weltkrieg gehörte die Region als Protektorat zum deutschen Generalgouvernement (1939–1944), dass im besetzten Polen errichtet wurde. 1944 wurde die Stadt schließlich von der Roten Armee erobert und die Region war seit 1945 Grenzgebiet zur Sowjetunion und heute zur Ukraine.

Die Adelsfamilie der Zamoyski wurde von den Nazis und später von den Kommunisten drangsaliert. Ein Spross der Familie ist heute Bürgermeister der Stadt.

Rathaus in der Altstadt
Sicht auf den Marktplatz mit den Mietshäusern

Im Zentrum des Marktplatzes findet sich am Ende einer geschwungenen Freitreppe das alte Rathaus mit seinem 52 m hohen achteckigen Uhrenturm. Die Stadt Zamość wurde nach dem Vorbild von Padua erbaut.
Sehenswert ist die Altstadt mit ihren farbenprächtigen und reichlich verzierten Bürgerhäusern und die von Bernardo Morando entworfene und im späten 16. Jahrhundert erbaute Kollegiatskirche, die zu Polens schönsten Kirchen aus der Zeit des Manierismus gehört.

Altstadt von Torun (Thorn)

1997 – Altstadt von Torun (Thorn)

Die in der Mitte des 13. Jahrhunderts vom Deutschen Orden gegründete Stadt war ein wichtiges Handelszentrum und spielte als Teil der Hanse eine bedeutende Rolle. Torun hat den Zweiten Weltkrieg relativ unbeschadet überstanden und hat gut erhaltene Stadtmauern, Kornspeicher, eine Reihe imposanter Tore und Häuser aus dem 14. und 15. Jahrhundert. Ihren Namen erhielt die Stadt nach der Festung „Toron“ im Heiligen Land (Tibnin/Tebnine im Libanon).

Heute hat die Stadt hat rund 213 000 Einwohner, eine Universität, Chemieindustrie und ist ein Eisenbahnknotenpunkt mit einem bedeutenden Rangierbahnhof. Bekannt ist Thorn vor allem mit vielen Gebäuden im Stil norddeutscher Backsteingotik. Und 1473 wurde der berühmteste Sohn der Stadt, der spätere Astronom Nikolaus Koppernigk (Kopernikus), Sohn einer deutschsprachigen Kaufmannsfamilie, geboren.

Ansonsten zwischen den Weltkriegen lag Thorn im so genannten polnischen Korridor zwischen dem deutschen Reichsgebiet und Ostpreußen. In dieser Zeit war Thorn Hauptstadt der Provinz (Woiwodschaft) Pomerellen. Jetzt ist die Stadt Sitz des Woiwodschaftsmarschalls, seiner Regierung und des Wojewodschaftsparlaments (Sejmik).

Altstadt von Torun (Thorn)
Dambski-Palais in Toruń
Toruń bei Nacht

Die Stadt Thorn wurde 1231 als erste Stadt im Kulmerland unter Verwaltung des Deutschen Ordens gegründet. Der Deutsche Orden war von dem polnischen Regionalfürsten Konrad von Masowien ins Land gerufen worden, um die in der Gegend wohnenden heidnischen baltischen Pruzzen (gewaltsam) zu christianisieren.
Im 14. Jahrhundert trat Thorn dem Hansebund bei und wurde somit Hansestadt. Als Sohn einer Kaufmannsfamilie wurde 1473 der berühmteste Sohn der Stadt, der spätere Astronom Nikolaus Koppernigk (Kopernikus) geboren.
1997 wurde die Altstadt von der UNESCO zum Weltkulturerbe erklärt. Seit 1999 ist Toruń Sitz des Landtages der Woiwodschaft Kujawien-Pommern, der Woiwode hat seinen Sitz in Bydgoszcz.

Marienburg

1997 – Deutschordensschloss Malbork (Marienburg)

War die bedeutendste Ordensburg der Deutschordensritter und von 1309 bis 1457 Sitz der Großmeister. Sie wurde von 1276 bis 1448 erbaut und befestigt. Die zu den größten Burganlagen Europas zählende Festung gilt als besonders schönes Beispiel von mittelalterlicher Backsteinarchitektur. Die bei der Restauration im 19. und frühen 20. Jahrhundert eingesetzten Konservationstechniken gelten auch heute als Standard.

Der im ausgehenden 12. Jahrhundert als Krankenpflegeorden gegründete Glaubensbund verdankte seinen politischen Aufstieg Friedrich II., dem Kaiser des Heiligen Römischen Reiches. Für den militärischen Beistand sicherte er dem Orden weitgehende politische Selbständigkeit zu. So wurde dieser Kreuzritterorden zu einem Staat im Staate.

Die riesige Wehranlage beherbergt heute ein Museum, das sich mit der Geschichte des Deutschen Ordens sowie dem mittelalterlichen Handel und Geldwesen befasst. Wie kaum ein anderer Ort spiegelt die Marienburg einen großen Teil deutsch-polnische Geschichte, in ihrer Art wieder. Hier liegen die Wurzeln der Konflikte beider Nationen, welche auch die spätere Geschichte geprägt haben.

Deutschordensschloss Malbork (Marienburg)

An der Nogat, einem Mündungsarm der Weichsel, liegt Malbork (Marienburg) mit der gleichnamigen Marienburg, die bedeutendste Burganlage der Deutschordensritter. Es handelt sich um eine weiträumige Burganlage – den größten Backsteinbau Europas – die größtenteils aus roten Lehmziegeln an der Stelle der alten Burg Trappeinen erbaut wurde.

Kalwaria Zebrzydowska

1999 – Kalwaria Zebrzydowska

Der älteste Kalvarienberg Polens ist gleichzeitig auch einer der ungewöhnlichsten. Seit 400 Jahren zieht Kalwaria Zebrzydowska Wallfahrer an. An Ostern und An Maria Himmelfahrt im August bewegen sich riesige Menschenmassen andächtig um die Kapellen. Mikolaj Zebrzydowski gab den Bau im Jahre 1600 in Auftrag und ließ viele der zahlreichen Kapellen auf mehreren Hügeln Gebäuden der Heiligen Stadt Jerusalem nachempfinden. Kalwaria Zebrzydowska gilt als besonderes Beispiel einer gelungenen Landschaftsarchitektur, die Natur, vom Menschen gemachte Elemente und geistige Eigenschaften in harmonischer Weise vereint. Dieser Ort wurde zwar während der Ersten Teilung Polens 1772, ein Teil Österreichs. Ist aber bei einer Verwaltungsreform 1975 wieder Teil der Wojewodschaft Bielsko geworden. Seit einer erneuten Reform 1999 ist der Ort Teil der Wojewodschaft Kleinpolen.

Kalvarienberg Polens
Franziskaner-Kloster
Innenansicht des Klosters

Kalwaria Zebrzydowska ist eine Kleinstadt im Kreis Wadowice der Woiwodschaft Kleinpolen am Rande der Beskiden im Süden Polens mit etwa 4.500 Einwohnern und Sitz der gleichnamigen Stadt- und Landgemeinde.
Zebrzydowa wurde im 17. Jahrhundert angelegt und erhielt 1617 das Stadtrecht. Während der Ersten Teilung Polens 1772 wurde der Ort Teil Österreichs. 1884 wurde der Ort an das Schienennetz angeschlossen, verlor allerdings einige Jahre später, 1896, sein Stadtrecht.
Franziskaner-Kloster, das im Mai 2000 in das Weltkulturerbe der UNESCO aufgenommen wurde.

Friedenskirchen in Jawor (Jauer)

2001 – Friedenskirchen in Jawor (Jauer) und Świdnica (Schweidnitz)

Gehören zu den größten Fachwerkbauten Europas mit prachtvoll gestalteten Barock Innenräumen. Die Kirchen entstanden nach dem “Westfälischen Frieden”, der das Ende des Dreißigjährigen Krieges markierte. Zu den Beschlüssen des Westfälischen Friedens im Jahr 1648 gehörte die Erlaubnis für die schlesischen Protestanten, drei Kirchen zu bauen. Gesetze des Habsburgischen Kaisers schrieben der protestantischen Minderheit in Schlesien vor, als Baumaterial beim Außenbau nur Holz ohne Nägel, Lehm, Sand und Stroh verwenden zu dürfen. Sowie die Wahl der Standorte außerhalb der Stadtmauern.

Die evangelische Friedenskirche „Zum Heiligen Geist“ in Jawor,

gehört zu den bedeutendsten Sehenswürdigkeiten in Schlesien. Die Malereien im Inneren sind ein Werk von Georg Flegel und sind in den Jahren 1671–1681 entstanden. Die Motive der mehr als 200 Bilder, sie entstammen zumeist der Bibel. Die evangelische Kirchengemeinde in Jawor zählt gegenwärtig ca. 40 Personen, daher wird die Kirche mit der finanziellen Unterstützung aus Deutschland unterhalten.

Friedenskirche Jawor (Jauer)
Innenansicht Jawor (Jauer)
Friedenskirche Świdnica (Schweidnitz)
Innenansicht Świdnica (Schweidnitz)

Die Kirche wurde in den Jahren 1654 bis 1655 nach einem Entwurf des Breslauer Architekten Albrecht von Saebisch (1610–1688) gebaut. Die Länge beträgt 43,5 m, die Breite 14 m, die Höhe 15,7 m, die Fläche ca. 1180 m². Die Kirche fasst ca. 5.500 Personen.
Die Kanzel aus dem Jahr 1670 ist ein Werk von Matthäus Knote aus Liegnitz. Der Altar von Martin Schneider entstammt dem Jahr 1672. Die erste Orgel von J. Hoferichter aus Liegnitz entstammte dem Jahr 1664. Sie war mangelhaft, daher wurde sie in den Jahren 1855–1856 durch eine neue Orgel von Adolf Alexander Lummert aus Breslau ersetzt.

Friedenskirchen in Schweidnitz (Świdnica)

Die evangelische Friedenskirche „Zur heiligen Dreifaltigkeit“ in Świdnica,

gilt als die größte Holzkirche in Europa. Nach einem Traktat (Verbreitung religiöser Abhandlungen mit großer Überzeugungskraft darzustellen) vom 22. August 1707 wurde der Bau der evangelischen Schulen bei den Friedenskirchen gestattet. Mit dem Bauen der Schweidnitzer Schule fing man am 6. März 1708 an, zum Jahresende war das Gebäude fertig.

Friedenskirche Świdnica (Schweidnitz)
Innenansicht Świdnica (Schweidnitz)

Die als eine Fachwerkkonstruktion errichtete Schweidnitzer Kirche ist die größte dieser Gebäude. Sie hat eine Fläche von ca. 1.090 m² und fasst ca. 7.500 Personen, darunter ca. 3.000 auf Sitzplätzen.
die Innenausstattung wurde im Stil des Barock gehalten. Die Orgel aus den Jahren 1666 bis 1669 ist ein Werk von Christoph Klose aus Brieg. Das Taufbecken aus dem Jahr 1661 wurde von Pankratius Werner aus Hirschberg erschaffen. Für die Malereien auf der Decke von 1696 waren Christoph Kalicki und Christian Süßenbach verantwortlich. Die Kanzel aus dem Jahr 1729 und der Altar aus dem Jahr 1752 wurden von Gotfried August Hoffman erschaffen.

Holzkirchen

2003 – Holzkirchen

Im Süden von Kleinpolen sind herausragende Beispiele für die römisch-katholische Kirchenbautradition und für die Bautechniken der Holzarchitektur in Ost- und Nordeuropa seit dem Mittelalter. Der Südosten mit seinen mittel hohen Bergzügen und einer außergewöhnlich reizvollen Landschaft. Befinden sich zahlreiche hölzerne orthodoxe und römisch-katholische Kirchen, die sich perfekt in die natürliche Umgebung einfügen. Einige der Kirchen sind mehrere hundert Jahre alt und allesamt wurden sie nicht von bekannten Architekten, sondern von einfachen Handwerkern errichtet. Sechs dieser Kirchen wurden in die Liste des Welterbeprogramms aufgenommen: Binarowa, Blizne, Debno, Haczow, Lipnica Murowana und Sekowa.

Auf sechs unterschiedlichen Routen der Holzarchitektur in Kleinpolen mit insgesamt über 1500 Kilometer Länge finden sich 232 Holzbauwerke von großem Wert. Davon sind 123 römisch-katholische Kirchen, 39 orthodoxe Kirchen, 25 Häuser im ländlichen oder kleinstädtischen Raum, 27 Objekte in Bauernhofmuseen.

Holzkirche Haczow
Turmbau einer Holzkirche

Eine Holzkirche ist ein aus Holz gebautes christliches Sakralgebäude, das hauptsächlich für Gottesdienste verwendet wird.
Der Ursprung des Ortsnamen Holzkirchen lässt sich nicht mehr eindeutig bestimmen. Aus zwei unterschiedlichen Standspunkten wird versucht, eine Erklärung über das herkommen des Ortsnamen zu geben: Einen Ausgangspunkt bietet der Kirchenbau aus Holz, einen weiteren die Lage der Kirche im Holz (Wald).

Park Muzakowski (Muskauer Park)

2004 – Park Muzakowski (Muskauer Park)

Der sich zwischen Polen und Deutschland erstreckende Landschaftspark gilt als einer der größten und schönsten Europas. In der Oberlausitz ist mit einer Gesamtfläche von 545 Hektar, an beiden Ufern der Neiße, entlang der deutsch-polnischen Grenze. Zwei Drittel des Parks liegen östlich der Lausitzer Neiße und gehören seit 1945 zur polnischen Gemeinde Łęknica (Lugknitz).

1815 bis 1844 wurde von Fürst Hermann von Pückler-Muskau mit den Mitteln der „Naturmalerei“ als harmonisches Gartenkunstwerk angelegt. Inspiriert durch eine Reise begeistert Pückler sich für den englischen Landschaftspark, für die unauffällig gebändigte Natur. Im Frühjahr 1817 beginnt der „Erdbeweger“ auf dem Familiensitz in der Lausitz 800.000 Bäume und 42.000 Sträucher zu pflanzen, Wiesen werden entwässert, die Neiße umgeleitet und ein ganzes Dorf umgesiedelt. Entlang der Wege präsentieren sich wechselnde Landschaftsbilder mit einem genussvollen Geflecht von Blickbeziehungen. Pückler schuf sie durch kunstvoll angepflanzte Gehölze, sorgsam platzierte Bauten und vor allem, indem er die reizvolle Lage an den Hangterrassen des Neißetales nutzte.

Er beeinflusste die Landschaftsarchitektur in Europa und Amerika. Die Pflege des Parks wurde bereits ausgangs der Herrschaft seiner letzten Privateigentümer vernachlässigt und stieß dann in der DDR auf zahlreiche Schwierigkeiten. Doch gelang es ab 1965 dem Parkdirektor Kurt Kurland, den deutschen Teil immerhin aus dem Natur- in den Denkmalschutz überführen zu lassen und so seinen Charakter zu bewahren. Der polnische Teil stand zur gleichen Zeit unter Naturschutz und wuchs bis in die 1990er Jahre zu. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit Polens und Deutschlands bei seiner Restaurierung ist beispielhaft.

Überraschend sich eröffnende lange Sichtachsen sind prägende Elemente des Parks.
Blumenpflanzung im Pleasure Ground des Parks.
Das neue Schloss in Bad Muskau

Die Natur hat sich dankbar gegen den erwiesen, der sich ihrer in ihrer Dürftigkeit so freigebig und mit so vieler Liebe annahm. Das Nadelholz ist verschwunden, die Hügel sind mit Laubholz bedeckt, aus dem sich der Ahorn, die Ulme, die Eiche mit beherrschenden Gipfeln hervorheben.
Der Standesherr von Muskau, Fürst Hermann von Pückler-Muskau (1785–1871), wollte seine Stadt nach eigenen Worten durch einen herrlichen und großen Garten verschönern und legte nach intensiven Studien in England ab 1815 den Park mit innovativen Konzepten an.
Von Fürst Pückler erneuerte Neue Schloss, ein Museum im Renaissance-Bau Altes Schloss, das historische Tropenhaus mit Kakteen, das Kavaliershaus als heutiges Moorbad, der Bade- und Bergpark, der Schlosspark sowie die in maurischem Stil erbaute Orangerie.

Jahrhunderthalle in Breslau

2006 – Jahrhunderthalle in Breslau

Wurde 1911-1913 von Max Berg entworfen und gebaut, in Stahlbeton errichtet war es zum Zeitpunkt ihrer Fertigstellung die weltweit größte Halle dieser Art. Die Mitte der Halle ist von einer Stahlbetonkuppel mit einem Radius von 65 Metern überdacht und bietet Platz für mehr als 5000 Personen. Die Jahrhunderthalle gilt als Vorbild der Pionierarbeit moderner Architekturkunst und selbst heute noch als gewagte Ingenieursleistung.

Vom 20. Mai bis 26. Oktober 1913 fanden zur Eröffnung in den Pavillons und auf dem Freigelände die „Jahrhundertausstellung“ zur Erinnerung an die preußischen Befreiungskriege gegen Napoleon I. statt.

Die Jahrhunderthalle bildet das Zentrum des Breslauer Messegeländes. Die Halle wird gegenwärtig für Messen, Sportveranstaltungen und kulturelle Veranstaltungen genutzt. Sie besitzt rund 6.000 Sitzplätze, bei Verwendung von Stehplätzen fasst sie fast 20.000 Personen. In der Umgebung der Hala Ludowa stehen einige auffällige, mit Kolonnaden versehene Pavillons, die von Bergs Lehrer Hans Poelzig errichtet wurden. Gemeinsam mit dem im Jahre 1948, vor dem Haupteingang der Halle, in der Form einer ca. 100 m hohen Nadel gebauten Denkmal aus Stahl. Zählt die Jahrhunderthalle zu den Wahrzeichen der Stadt Breslau.

Jahrhunderthalle in Breslau
Innenansicht der Jahrhunderthalle
Jahrhunderthalle heute

Die Jahrhunderthalle bildet das Zentrum des Breslauer Messegeländes, das zwischen 1911 und 1913 entstand. Zum Ensemble gehören u. a. der Vier-Kuppel-Pavillon und die Pergola, die der Architekt Hans Poelzig entwarf.
Die Kuppel war mit einer freien Spannweite von 65 m Durchmesser zum Zeitpunkt der Fertigstellung weltweit die größte dieser Art. Vorbild für die Kuppel war die Festhalle in Frankfurt am Main, die allerdings eine Eisenkonstruktion darstellt.

Jahrhunderthalle in Breslau
Die Einweihung der Halle wurde mit der zur damaligen Zeit größten Orgel der Welt begangen, einer Schöpfung des Frankfurter Orgelbauers Wilhelm Sauer, ausgeführt durch die Orgelbaufirma E. F. Walcker & Cie. Die Orgel hatte 15.133 Pfeifen und 200 Register. Die Uraufführung spielte am 24. September 1913 Karl Straube, dem das Werk auch gewidmet ist.

Dodaj firmę do POLANDO
%d Bloggern gefällt das: