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Boleslaw der Tapfere (Chrobry) – Der 1. König Polens

Nach Mieszkos Tod (992) riss der älteste Sohn Boleslaw der Tapfere (Chrobry) das gesamte piastische Patrimonium an sich, und so erreichte die piastische Macht unter seiner Herrschaft ihren ersten Höhepunkt.

Im Jahr 1000 kam der 19jährige Kaiser Otto der III. (starb 1002) mit großem Gefolge als westliches Oberhaupt der Christenheit und als Pilger zum Grab seines Freundes Adalbert nach Gniezno.

Boleslaw gründet in Polen ein Erzbistum und mehrere Bistümer, was große politische und kulturelle Bedeutung hatte, denn er festigte damit die Einheit und Souveränität des Staates.

Während seiner Herrschaft, nahm Boleslaw der Tapfere das Milzener Land, die Lausitz und Meißen (1002) in Besitz und eroberte Böhmen. Die drei große Kriege gegen die Ansprüche des deutschen Kaisers Heinrich des II; 1004-1005, 1007-1013, 1015-1018; endeten erfolgreich für Polen mit dem Frieden von Bautzen.

1018 gelingt ihm durch den Feldzug in die Ruß, die berühmte Einnahme Kiews und die Angliederung der Tscherwenischen Burben.

Die Piasten-Familie ging durch Heiraten Verbindungen mit zahlreichen Familien ein und so errang der junge Staat einen bedeutenden Platz unter den europäischen Mächten. Am Ende seines Lebens nutzte Boleslaw der Tapfere die unsichere Situation im Deutschland aus und krönte sich 1025 zum 1. König.

Boleslaw der Tapfere (Chrobry) Der 1. König Polens
11. JahrhundertBolesław I., genannt der Tapfere, war von 992-1000 Herzog von Polen, 1003-1004 Herzog von Böhmen, 1025 erster König von Polen aus der Dynastie der Piasten. Er war ein Sohn Herzogs Mieszko I., aus seiner Verbindung mit Dobrawa, der Tochter Herzogs Boleslav von Böhmen.
Polen zu Anfang des 11. Jahrhunderts in der Regierungszeit von Boleslaw Chrobry. Unter seiner Regentschaft wurde das politisch relativ unbedeutende Herzogtum seines Vaters zu einem Machtfaktor in der Region.

Der Verlust der Königskrone in den Jahren 1033 – 1105

Nach Boleslaws Tod konnten seine Söhne die errungene Stellung, die er erreicht hatte, nicht wahren, mussten die Krone abgeben, und sich dem Kaiser wieder unterordnen (1033).

1038 überfiel Böhmen das Piastenland, entführte die kostbaren Reliquien des heiligen Adalbert und besetzten Schlesien. Ein heidnischer Volks- aufstand verjagte die christliche Oberschicht und vernichtete die Kirche. Trotzdem erwies sich das, was Mieszko und Boleslaw geschaffen hatten, als dauerhaft.

1050 gewann Kasimir der ‚Erneuerer‘ sein Land, zuletzt auch Schlesien, mit der Unterstützung seiner Verbündeten zurück. Die Solidarität der christlichen Fürsten hatte es ihm ermöglicht, das Patrimonium der Piasten wiederherzustellen. Er hatte als seinen Hauptsitz Krakau gewählt, damit verlagerte sich das Schwergewicht Polens für mehr als 500 Jahre an die obere Weichsel, nach Kleinpolen.

1076 versuchte sich zum dritten Mal ein Piast die königliche Krone aufzusetzen. Als der Kaiser Heinrich IV. sich zum Gang nach Kanossa rüstete, ließ sich Boleslaw II. genannt der Kühne, ältester Sohn des 1058 verstorbenen Fürsten Kasimir, zum 3. König krönen.

Der Streit zwischen weltlicher und geistlicher Gewalt spielte sich nicht nur auf deutschem Boden ab, sondern griff auch auf Polen über. Nach der Hinrichtung des Bischofs von Krakau verlor Boleslaw II infolge eines Aufstandes seine Krone.

Boleslaws Nachfolger setzten das Werk des Christentums fort, strebten aber nicht mehr nach dem Königstitel.

Dzieje cywilizacji w Polsce III
Kasimir der Erneuerer
Boleslaw II der Kühne

Es gelang ihm 1076 mit Erlaubnis des Papstes Gregor VII., die Königswürde wiederherzustellen. Er setzte vor allem im Bereich der kirchlichen Strukturen die Wiederaufbauarbeit seines Vaters fort.
Kasimir I., genannt der Erneuerer, war der Sohn von König Mieszko II. aus seiner Verbindung mit der Nichte Kaisers Otto III., Richeza; Herzog von Polen von 1034 bis 1058, aus der Dynastie der Piasten.
Bolesław II., genannt der Kühne, war der Sohn vom Herzog Kasimir und der Fürstin Dobroniega Maria; Herzog von Polen 1058-1076, König von Polen 1076-1079, aus der Dynastie der Piasten.

Das Zeitalter der Teilung Polens in Provinzen in den Jahren 1106 – 1181

Boleslaw III genannt Schiefmund (1106 – 1138) gewann Pommern zurück und lies es 1135 christianisieren. Von den Feudalherren wurde ein Kompromiss angestrebt zwischen dem Absolutismus der Dynastie der Piasten und der Dezentralisierung, was dass Testament von Boleslaw III. darstellen sollte. Auf diese Art sollten die Bruderkriege um die Macht beendet werden.

1138 gleich nach Boleslaws Tod trat sein Testament in Kraft.

Nach dieser Seniorratsverfassung sollte der jeweils Älteste des gesamten Hauses, ‚Senior‘, der Inhaber der Herrschaftsrechte (hinsichtlich Verwaltung, Gericht, Münze und Heerführung) sein, und als unmittelbaren Besitz Krakowyen, das südliche Großpolen, und die Oberhoheit über Pommern erhalten. Das übrige Polen sollte unter die anderen Piasten aufgeteilt werden.

So begann in Polen das Zeitalter der Teilung in Provinzen. Wenn diese Territorien trotz ihrer Schwäche unabhängig blieben, so lag es u.a. daran das die Nachbarn Polens, das Römisch-Deutsche Kaiserreich und das Großfürstentum Kiew ebenfalls einen ähnlichen Auflösungsprozess durchmachten, und infolgedessen machtlos waren.

Die für Europa charakteristische Zeit der feudalen Zersplitterung sollte auf Polnischem Boden fast 200 Jahre dauern.

Diese Zeit war gleichzeitig eine Zeit der wirtschaftlichen Wandlungen, die gesellschaftliche Veränderungen hervorbrachten. Es war ein Jahrhundert des Fortschritts, den man am demographischen Wachstum messen kann. Die Bevölkerung Polens im Jahre 1000 betrug nicht mehr als 1,25 Mio. Einwohner. Aus den Registern des heiligen Stuhls ist zu ersehen, dass die Einwohnerzahl in der ersten Hälfte des 14 Jahrhundert 2 Mio. ergab. Dieser Zuwachs wurde hauptsächlich durch bessere ökonomische Bedingungen hervorgerufen.

Anfang des 12.Jhd wurden an den Krakauer und Pariser Schulen hervorragende Schriftsteller ausgebildet. Auch der Meister Wincenty, dessen Chronik zu den Erscheinungsformen des europäischen Humanismus gehört.

Boleslaw III
Jagiellonen-Bibliothek in Krakau
Einführung des Seniorrats 1138. Kleinpolen mit Krakau zur Seniorratsprovinz bestimmt. Der Älteste des Piastengeschlechts, Seniorherzog (Princeps) von Polen, dadurch Primat über alle polnische Herzogtümer.
Die Jagiellonen-Bibliothek ist die älteste polnische Universitätsbibliothek. Ihre Geschichte ist untrennbar mit der der Krakauer Akademie [Akademia Krakowska] und späteren Jagiellonen-Universität verbunden, die im Jahre 1364 durch König Kazimierz III., den letzten polnischen Herrscher aus der Piasten-Dynastie, gegründet wurde.

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