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Das kommunistische Polen in den Jahren 1947 – 1955

Die polnische Geschichte der Jahre zwischen 1947 und 1955 muss man vor dem Hintergrund des beginnenden kalten Krieges betrachten. Nach der Berlin – Blockade 1948, der Gründung der NATO 1949 und der Wiederbewaffnung der Bundesrepublik Deutschland betrachtete die Sowjetunion ein stabiles kommunistisches Polen als Grundkomponent der eigenen Verteidigung.

Die Außenpolitik wurde von Moskau bestimmt, so dass Polen auch dem Warschauer Pakt beitrat, in der Innenpolitik blieb den Polen aber noch ein gewisser Handlungsspielraum. Es wurden auch in Ungnade gefallene Politiker nicht hingerichtet, wie im restlichen Osteuropa und gegen die Oppositionellen wurde nicht so brutal vorgegangen, wie in den übrigen osteuropäischen Staaten.

1952 bekräftigt eine neue Verfassung die führende Rolle der PZPR, die Macht lag jetzt beim Politbüro, im Zentralkomitee und in der neu gebildeten Wirtschafts- und Verwaltungsbürokratie. Die katholische Kirche blieb in einem gewissen Umfang politisch und kulturell unabhängig.

Es folgte der Aufbau einer bedeutender Eisen- und Stahlindustrie, einem intensiven Abbau in den schlesischen Bergwerken und die Schaffung einer ungeheuren Schiffbauindustrie an der Ostseeküste. Die Kollektivierung der Landwirtschaft erwies sich jedoch als undurchführbar, das Programm wurde langsam gebremst und zuletzt stillschweigend aufgegeben. Bedeutend war in dieser Zeit, dass zum ersten mal in der Geschichte Polens, eine Industriearbeiterklasse in den Städten geschaffen wurde.

  1. Manifest des „Polnischen Komitees der nationalen Befreiung“, die „Geburtsurkunde“ der Volksrepublik Polen
  2. Bolesław Bierut, erster Generalsekretär des polnischen Zentralkomitees bis 1956
  1. Im Juli 1944 war in Moskau das kommunistische „Polnische Komitee der nationalen Befreiung“ (Polski Komitet Wyzwolenia Narodowego) ins Leben gerufen worden, das die Macht ergreifen sollte, sobald die Rote Armee die Curzon-Linie überschreiten würde.
  2. 1947–1952 Präsident der kommunistisch dominierten „Republik Polen“, 1952 mit der offiziellen Gründung der Volksrepublik Polen und der Auflösung des Präsidentenamtes bis 1954 auch Premierminister

Westverschiebung
Die deutschen Ostgebiete selbst sollten jedoch bis zur endgültigen Entscheidung durch eine Friedenskonferenz unter polnische Verwaltung gestellt werden. Die Friedenskonferenz blieb aber aus und die Grenzfrage wurde durch bilaterale Grenzabkommen Polen – DDR (1950) bzw. Polen – BRD (1970), und schließlich den Zwei-plus-Vier-Vertrag im Jahre 1990 geregelt.

Die Zuspitzung der wirtschaftlichen Krise in den Jahren 1956 – 1980

Im Juni 1956 gingen die Arbeiter in Poznan für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne auf die Straße. Der Protest eskalierte und bei dem Zusammenstoß mit dem Machtapparat kamen 80 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Das spaltete die Partei, und die Vertreter der harten Linie drängten den Verteidigungsminister General Rokossowski, die Führung zu übernehmen. Schließlich setzte sich Gomolka mit seinen überzeugenden Reformversprechen durch. Dies hatte fast die Invasion der Kräfte der Warschauer Paktes provoziert.

1970 erkannte die BRD die bestehenden Grenzen Polens an. Einige Tage später wurden die Preise für Lebensmittel enorm angehoben und es breiteten sich Proteste ausgehend von der Ostseeküste aus, so dass man von einem nationalem Aufstand sprechen konnte.

Nach der Aussöhnung mit Deutschland öffnete sich für Polen der Zugang zu den westlichen Finanzmärkten, wo sie hohe Kredite aufnahmen.

1978 wurde der Erzbischof von Krakau, Karol Wojtyla zum Papst Johannes Paul II. gewählt. Er wurde für die Polen zum Symbol der kulturellen Identität Polens und des internationalen Einflusses.

Im Juni 1956 gingen die Arbeiter in Poznan für bessere Arbeitsbedingungen und höhere Löhne auf die Straße. Der Protest eskalierte und bei dem Zusammenstoß mit dem Machtapparat kamen 80 Menschen ums Leben, Hunderte wurden verletzt. Das spaltete die Partei, und die Vertreter der harten Linie drängten den Verteidigungsminister General Rokossowski, die Führung zu übernehmen. Schließlich setzte sich Gomolka mit seinen überzeugenden Reformversprechen durch. Dies hatte fast die Invasion der Kräfte der Warschauer Paktes provoziert.

1970 erkannte die BRD die bestehenden Grenzen Polens an. Einige Tage später wurden die Preise für Lebensmittel enorm angehoben und es breiteten sich Proteste ausgehend von der Ostseeküste aus, so dass man von einem nationalem Aufstand sprechen konnte.

Nach der Aussöhnung mit Deutschland öffnete sich für Polen der Zugang zu den westlichen Finanzmärkten, wo sie hohe Kredite aufnahmen.

1978 wurde der Erzbischof von Krakau, Karol Wojtyla zum Papst Johannes Paul II. gewählt. Er wurde für die Polen zum Symbol der kulturellen Identität Polens und des internationalen Einflusses.

Die ersten Streiks in Polen – Die Jahre 1980 bis zur Gegenwart

Als 1980 erneut die Lebensmittelpreise um 100% stiegen, trat unter der Leitung des Elektrikers Lech Walesa die Gdansker Werft in den Streik, dem sich Intellektuelle und Aktivisten der Opposition anschlossen. Sie verlangten die Abschaffung der Parteiprivilegien, die Freilassung der politischen Gefangenen, Pressefreiheit, Streikrecht, freie Gewerkschaften, offene Diskussion über die Wirtschaftskrise und im Fernsehen übertragenen katholische Messen.

Nach dem Gdansker Abkommen vom August 1980 treten der freien Gewerkschaft Solidarnosc über 75% der 12,5 Mio. Arbeitnehmer Polens bei.

1981 verschärfte sich die Wirtschaftskrise, so wird nach endlosen Streikwellen im Dezember 1981 das Kriegsrecht eingeführt, und die Solidarnosc wurde verboten. Erst nach dem zweiten Besuch des Papstes (1983) wurde das Solidarnosc-Verbot aufgehoben. Die Verschuldung des Landes hatte eine astronomische Summe von 39 Mio. US-Dollar erreicht, die gesamte Produktion wurde durch Unruhen behindert und die Löhne sanken.

1988 erkannte Jaruzelski seine politische Niederlage und die Niederlage der Partei und akzeptierte eine Machtteilung. In den Wahlen 1989 erlitten die Kommunisten eine Niederlage und die Solidarnosc gewann jeden Sitz, um den sie sich beworben hatte, es folgte eine von der Solidarnosc gebildete Regierung.

Die PZPR stimmte in Januar 1990 über die eigene Auflösung ab, sie spaltete sich in zwei sozialdemokratische Strömungen.

Die Regierung verkündete ein Sparprogramm, das weitaus strenger war, als alles, was das kommunistische Regime vorher je verordnet hatte. Damit konnte zwar die Inflation unter Kontrolle gebracht werden, aber der Lebensstandard ist weiter gefallen und die Arbeitslosigkeit stieg an.

17.10.1997 Inkrafttreten der neuen Verfassung.

12.03.1999 Aufnahme in die NATO.

08.06.2003 Polen stimmt in Referendum dem EU-Beitrittsvertrag zu.

01.05.2004 Polen wird Mitglied der Europäischen Union.

28.10.2005 „Recht und Gerechtigkeit“ (PiS) gewinnt die Sejmwahlen; Wahl von Lech Kaczynski zum Staatspräsidenten.

07.09.2007 Selbstauflösung des Sejm;

21.10.2007 die Bürgerplattform (PO) gewinnt die Wahlen und bildet Koalitionsregierung mit der Volkspartie PSL; Ministerpräsident ist Donald Tusk.

Auf dem 4. ZK-Plenum vom 16. bis 18. Oktober wurde Parteichef Stanisław Kania durch den als Hardliner geltenden Verteidigungsminister General Wojciech Jaruzelski ersetzt. Die Vorbereitungen für einen entscheidenden Schlag gegen die Opposition waren zu diesem Zeitpunkt bereits abgeschlossen.
Trotz der Bereitschaft der „Solidarność“ zu Kompromissen übernahmen in der Nacht vom 12. auf den 13. Dezember 1981 Militär und Sicherheitsorgane die Macht in Polen. General Jaruzelski verkündete in einer Fernsehansprache die Verhängung des Kriegszustandes, der bis 1983 in Kraft blieb.

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