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Renaissance und Reformation

Blühende Zeit f. Bauwesen, Wissenschaft und verschiedener Lehren, einer von Ihnen war Kopernikus

1493 wurde das Parlament, genannt Sejm gegründet, der allein Gesetze verabschieden konnte und somit ein wichtiges Kontrollorgan der Monarchie wurde.

1525 in Polen und ebenso zur der Zeit in Europa eine beispielslose Toleranz gegenüber anderen Religionen herrschte, fand die neue Lutherische Lehre in Danzig sowie in den Städten des Königs von Preußens viele Anhänger.

1526 gab Bernard Wapowski die erste, in Maßstab 1:1.000.000 gehaltener und auf viele Messungen gestützter Landkarte Polens heraus. Sein Freund Nicolaus Copernicus, Bürger von Torun und Kanoniker in Warmia, schuf ein neues Weltbild.

Sebastian Petrycy übersetzte die Werke Aristoteles und verfasste so eine polnische philosophische Terminologie.

Durch die die wachsende Macht Moskaus bemühte sich der letzte Jagiellone Zigmund August, der keine Erben hinterließ, in den letzten Jahren seines Lebens um ein Bündnis. Das Ergebnis seiner Verhandlungen war die Union von Lublin im Jahr 1569, in der Polen, Königspreußen Livland (später Lettland) und Litauen zu einem Staat vereinigt wurden.

In gleichem Jahr wurde das Parlament nach Warschau verlegt und zur Hauptstadt ernannt.

Nach dem Tod wurde der König vom gesamten Adel, ob reich oder verarmt, gewählt. Es war die Schaffung der so genannten Adelsrepublik. Dies war ein demokratischer Fortschritt, denn 10 % der Bevölkerung hatten Stimmrecht, andererseits bedeutete es die Stärkung des Feudalsystems in der polnischen Gesellschaft.

Alle zwei Jahre ist das Parlament zusammengetreten und die Adligen ratifizierten ihrerseits alle vom König beschlossenen Steuern, Kriegserklärungen und Verträge mit dem Ausland. Das Recht auf Widerstand erlaubte dem Adel einen König zu stürzen, der beim Adel in Ungnade gefallen war.

Im 16. Jhd. brachten italienische Architekten die Renaissance nach Polen und begannen mit dem Umbau des Wawels in Krakau, mit dem Wiederaufbau des Rathauses in Poznan, und es folgte der Baubeginn des Königschlosses von Warschau.

1587 – 1668 ist die Zeitspanne, in der die Drei Wahlkönige der schwedischen Wasa-Dynastie die Außenpolitik bestimmten.

1618 erwarb Johannes Sigismund von Hohenzollern das Herzogtum Preußen (Erbe des Kurfürstentums Brandenburg). Zu dieser Zeit herrschte in Europa infolge von religiösen und dynastischen Konflikten der Dreißigjährige Krieg, aus dem es Polen gelang, sich herauszuhalten.

1648 erhoben sich die Kosaken in der Ukraine, die sich mit dem russischen Herr verbunden hatten und eroberten gemeinsam Ostpolen bis Lwow. Diese Ablenkung nutzten die Schweden, um in Polen einzufallen, was als Schwedische Sintflut bekannt wurde.

1652 wurde zum ersten Mal vom Liberum Veto (Vetorecht) im Parlament Gebrauch gemacht. Dieses Recht diente sehr schnell der Durchsetzung eigener Interessen, und Polen war bald an dem Punkt angelangt, an dem es nicht mehr regierbar war. Das führte zum endgültigen Kollaps der Politik.

Einziger internationaler Erfolg in dieser Zeit (zweite Hälfte des 17. Jh.) war die Schlacht von Chocim, wo Jan Sobietski 1673 die osmanischen Türken auf dem Balkan besiegte und daraufhin (zur Belohnung) zum polnischen König gewählt wurde. Die Schlacht um Wien 1683, während der zweiten Belagerung von Wien durch die ottomanischen Türken, wurde für Sobietski zum größten militärischen Erfolg seiner Karriere. Sobietskis Nachfolger war der sächsische Kurfürst August Wettin, bekannt als August der Starke, aber er war auch ein schwacher Herrscher (den Beinamen „Starke“ bekam er weil er über 300 Kinder zeugte).

1704-1710 wird von Schweden Stanislaw Leszczynski auf den Thron gesetzt.

1710 halfen die Russen August (Wettin) dem Starken wieder auf den Thron zurück und Polen wurde zu einem Klientelstaat Russlands.

Die Hohenzollern hatten 1720 einen Großteil von Pommern erworben, ihre Gebiete miteinander verbunden und bemühten sich, die Polen von der Ostsee zu vertreiben.

Ideen kultureller Veränderungen und einer politischen Wiedergeburt vertraten viele Schriftsteller und Politiker.

1765 wurde in Warszawa – neben den vielen bereits in Polen bestehenden Hof-, Schul- und anderen Theatern – ein Nationaltheater eröffnet. Seine Entwicklung und sein Anteil am Leben des Landes waren besonders mit der Persönlichkeit Wojciech Boguslawskis verbunden, der Theaterdirektor, Schauspieler und Schriftsteller zugleich war.

1. Einer der berühmtesten Staatsbürger Polens des frühen 16. Jahrhunderts, der Astronom Nikolaus Kopernikus.
2. Das Staatswappen der Union, mit dem weißen Adler der Piasten und dem litauischen Reiter Vytis.
3. Realunion von Lublin im Jahr 1569, dem Gründungsjahr der Adelsrepublik, in der Mitte König Sigismund II. August.
4. Warschauer Königsschloss in den Jahren 1570/1571 ein neues königliches Hauptgebäude im Renaissancestil nach den Entwürfen Battista Quadros. König Sigismund III. verlegte im Jahre 1596 die Hauptstadt Polen-Litauens von Krakau nach Warschau und ließ zwischen 1598 und 1619 ein neues fünfeckiges Schloss errichten. (Gemälde um 1770)
5. Großhetman der Krone, Jan Sobieski, nach seinem Sieg bei Chocim, 17. Jahrhundert.
6. Die Schlacht um Wien 1683, während der zweiten Belagerung von Wien durch die ottomanischen Türken, Sobieskis größter militärischer Erfolg seiner Karriere (Gemälde von Franz Geffels).
7. Rascher Macht- und Autoritätsverfall unter den Wettinern, Kurfürst August von Sachsen, König von Polen-Litauen (Portrait von Louis de Silvestre).

1. Die Dichter Mikołaj Rej, Jan Kochanowski und Łukasz Górnicki begründeten die polnische Literatur, der Philosoph Andrzej Frycz Modrzewski die polnische Staatstheorie und Nikolaus Kopernikus das heliozentrische Weltbild.
2. Die Realunion bildete für die Geschichte der Ukraine eine deutliche Zäsur. Die ukrainischen Länder unterstellten sich direkt dem Königreich Polen – polnischer Krone – und die kulturelle und religiöse Integration des ukrainischen in den polnischen Adel wurde beschleunigt.
3. Die Personalunion zwischen Polen und Litauen wurde 1569 in eine Realunion umgewandelt. Unter dem Eindruck der russischen Offensive gegen das Baltikum, was zum Ausbruch des Ersten Nordischen Krieges um das „Dominium maris baltici“ führte.
4. Um 1400 wurden die Schlossgärten zwischen Schloss und Weichsel geschaffen und im 16. Jahrhundert im Renaissancestil angelegt, wobei der Schlosshügel bereits seit über 8.000 Jahren dauerhaft bewohnt wird.
5. Der 1673 in der Schlacht bei Chocim die Türken vernichtend in die Flucht schlug. Obwohl der Sieg keine politischen Vorteile brachte, wuchs das Ansehen Polens besonders in Europa stark, auch bei den Türken, die Sobieski den Beinamen eines „Löwen aus Lechistan“ gaben.
6. Mit dem militärisch erfolgreichen Großkronhetman Jan Sobieski, der zudem die Unterstützung Frankreichs besaß, wurde erneut ein Pole zum Herrscher gewählt.
7. Unter der Sachsenzeit versteht man in Polen die Regierungszeit der beiden Könige aus dem Hause Wettin. Es waren August der Starke 1697–1733 und in der Nachfolge sein Sohn August III. 1733–1763, die Polen in Personalunion mit ihrem heimischen Kurfürstentum Sachsen regierten.
8.

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