Radius: Aus
Radius:
km Set radius for geolocation
Suche

Der Lebuser Wisent „GoŻubr“ – frei in der Natur

Der Lebuser Wisent „GoŻubr“ – frei in der Natur

Die Nachricht von einem wandernden Wisent, ist wie ein Blitz durch die Wojewodschaft Lebus gegangen- und vor dem tragischen Finale des Absschusses- auch durch Lebus (das Märkische Oderland), sowie vielen Teilen Brandenburgs. Der Bulle, es war nämlich ein Männchen, zeigte sich in der Umgebung von Landsberg (Gorzów Wielkopolski), Kriescht, Schwiebus- und wurde vor Kurzem erst auch in der Nähe von Slubice gesichtet- der Stadt, die direkt an Frankfurt an der Oder grenzt.

Das Rätsel um den Bison- Wanderer

Der Lebuser Bison-Wanderer wurde in den letzten Jahren in verschiedenen Gebieten der Woiwodschaft Lebus beobachtet, mehrmals überschritt er dabei die Warthe. Das interessante an der Sache ist, dass fast 20 Prozent der Tiere aus der Mutterherde eine Art telemetrisches Halsband besitzen, um die Herdentiere lokalisieren zu können, aber das Pech wollte es so, dass dieses Exemplar von Wisent, so etwas nicht besaß.

Unerwartete Begegnungen mit dem „Gozubr“ in einem Video zusammengefasst:

Wie verhält man sich, wenn man auf einen Wisent trifft?

Die unten aufgeführten Bilder wurden von Bewohnern aus der Woiwodschaft Lebus aufgenommen und zeigen- dass es in diesem Fall ausgereicht hat, Ruhe und Geduld zu bewahren. Obwohl, wie Frau Paulina Filas offen zugab- sie hat diese fantastischen Aufnahmen während ihres Spaziergangs im Wald gemacht- diese Tatsache einem nicht unbedingt von Anfang an klar war.

„Ende Juli hatte ich die Gelegenheit den Wisent in Kattenhorst zu Gesicht zu bekommen. Die Emotionen, die mich dabei begleitet haben, waren erschreckend. Ich hatte richtige Angst vor dem Wisent, weil sein Aussehen so furchterregend war. Natürlich weiß man, dass er live riesig ist und dann kamen mir auch noch die Gedanken, dass er mich vielleicht sogar attackiert…aber schnell war klar, dass es nur den Anschein machte. Umso länger ich ihn mir angeschaut habe, verstand ich langsam, dass es ein armes verlorenes Tier ist, welches nicht unbedingt gefährlich war, auch wenn seine gewaltige Größe den Eindruck erweckt hat. Es gelang mir, diese Szene einzufangen und ein paar Bilder zu schießen.
Später hatte ich die Gelegenheit mit einem Förster zu sprechen, der sich in der Nähe von dem Geschehen befand. Er bestätigte mir, dass dieser Wisent nicht gefährlich sei und er sich in keinster Weise aggressiv verhält. Manchmal machte er den Landwirten jedoch geringe Schäden indem er über mehrere Weiden und Hochstände herfiel.“ – teilte uns Frau Paulina Filas mit.

„Dieser Wisent war ein häufiger Gast bei uns, unser großer Nachbar“ – erinnert sich Herr Romuald, der am Stadtrand von Landsberg lebt (Autor von eines der Filme)

In den sozialen Netzwerken bekam man „GOZUBR“ nicht selten zu Gesicht. Wir haben Euch einiges von dem Material, dass zufällig von den Leuten eingefangen wurde und die das Vergnügen besaßen diesem einmaligen Gast zu begegnen in dem Video zusammengestellt .

Dieses Transparent hängt an dem Grenzübergang zwischen Küstrin-Kietz und Kostrzyn nad Odrą

Einige Fakten über Wisente

Der Wisent ist das größte Landsäugetier unseres Kontinents. Seine Statur ist stark und strahlt Kraft und etwas majestätisches aus. Seinen Kopf zieren Hörner, die Respekt hervorrufen. Die Bullen sind größer und schwerer (ca. 600 kg) als die Kühe (ca. 480 kg) und haben einen charakteristischen Buckel. Der Wisent ernährt sich, je nach Jahreszeit, von krautigen Pflanzen, Blättern, Rinde und Trieben von Bäumen und Sträuchern. Die Ernährung vom Wisent zählt mehr als 130 Pflanzenarten, von denen er bis zu 60 kg am Tag verspeist.

Von der Ausrottung und Rettung

Mit dem Aussterben der Wisente, kam die Idee von einer Rückführung der einzigartigen Spezies. Die Initiative ergriff der polnische Naturforscher Jan Sztolcman. Er begann mit einer Liste alle auf der Welt in Zucht gehaltenen noch lebenden Wisente. Bei 54 Individuen gelang es tatsächlich Nachkommen zu schaffen, wobei jedoch bei vielen von ihnen, aufgrund ihres fortgeschrittenen Alters, eine Fortpflanzung nicht mehr möglich war. Zehn Jahre nach der Ausrottung, 1929 kamen die ersten Wisente nach Puszcza Białowieska , die in einem Zuchtreservat (es existiert noch bis heute), das eigens für sie gebaut wurde, gehalten wurden. Später wurden dann die nächsten Exemplar, am Vortag des Zweiten Weltkrieges, hergebracht und es waren dann schon 19 Stück. Tiere, die von den Deutschen aus den Gehegen freigelassen wurden, überlebten den Krieg und nach Kriegsende wurde die Arbeit an dem Erhalt der seltenen Tiere fortgesetzt. 1952 wurde der erste Wisent und später die erste Herde in Polen und der Welt in die frei Wildbahn ausgesetzt. Gleichzeitig wurde damit begonnen andere geschlossene Gehege zu schaffen. Der Wisent wurde somit das Symbol für den Naturschutz in Polen und seine Rettung war ein spektakulärer Erfolg für die polnischen Naturforscher.
Nach Aufzeichnungen aus dem Jahre 2014, lebten in Europa und Asien rund 5536 Wisente, von denen die meisten von ihnen in Polen und Weißrussland anzutreffen sind. Die Freude an dem Erfolg wird durch die Tatsache vermindert, dass all diese Wisente von 12 Exemplaren abstammen…

Der Wisent in Polen

In Polen findet man Wisente in geschlossenen Gehegen (so zum Beispiel in Misdroy) sowie in frei lebenden Herden. Derzeit existieren fünf solcher Herden. Die meisten von ihnen befinden sich im östlichen Teil des Landes (im Gebirge der sogenannten Bieszczady und den Wäldern von Białowieska, Knyszyńska und Borecka). Die einzige freie Herde westlich der Weichsel ist die in Westpommern. Wahrscheinlich kommt unser verlorene Wanderer, den wir auf den Lebuser Wiesen und Feldern sehen konnten, von dort. (Bieszczady, puszcze: Białowieska, Knyszyńska i Borecka).

Unser Tipp:

Besuchen Sie das Wisentgehege in Misdroy – an der polnischen Ostseeküste 

oben

Unsere Empfehlung

Das könnte sie ebenfalls interessieren

Kommentare (2)

  1. Sie sind Barbaren und nieukami. Das milde, pflanzenfressende Tier schlenderte über Polen, war auch in Gegenwart von Kameras nicht aggressiv, war in der Wildnis populärer deines weißen Knuts im Käfig. Es ist unter strengen Schutz. Die im 19. Jahrhundert im Bialowieza-Wald wiedergeborene Art, die jahrhundertelang polnische Könige schützte und russische Zaren eindrang, und erst am Anfang des Ersten Weltkrieges begann der deutsche Besatzer, den alten Wald, den Kindergarten dieser schönen und einzigartigen Tiere, zu zerschneiden. Jetzt, wenn der polnische Minister, der Jäger bewusst zerstört diese unbezahlbare Reserve, treten Sie uns in den Rücken, geben ihm Argumente, dass Sie auch nicht respektieren den Schatz der Natur, und noch schlimmer. Und diese dummen Lügen, die jemand bedroht haben, oder dass man keine Spritze schießen konnte, um einzuschlafen. Du hast auch unseren Stolz verletzt, du hast unsere Symbole gefeuert. Sie wachten die schlimmsten Stereotypen der Deutschen in Polen auf. Wir haben Schengen, kam zu dir rechtlich, und du schaffst sofort. Werden die Nächsten die Leute? Schock. Dummheit. Scham. Sehen Sie bitte, https://fakty.tvn24.pl/fakty-po-poludniu,96/wielka-podroz-zubra-wedrowniczek-przeszedl-juz-150-kilometrow,772798.html vor 3 Tagen. Alle Polen liebten ihn, aber wir glaubten, dass die Freiheit der Reise und der menschlichen Werte in Europa waren. „Alle Tiere werden Brüder“. Und Sie haben diesen Glauben getötet.

  2. Warum gibt es bisher keinen Strafantrag gegen die Jäger? Sie hätten wissen müssen, dass ihr Tun krass gesetzwidrig war. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Staatsanwaltschaft lange darüber hinweg sehen wird. Immerhin kostet der Abschuss eines Wolfs, der den gleichen Schutzstatus genießt, neben einer satten Geldstrafe auch den Entzug des Jagdscheines und die Einziehung der Waffen.

Kommentar verfassen

%d Bloggern gefällt das: